16/10/2022

nach dem Konzert beim DAAD in Berlin noch zu Besuch in Babelsberg und Potsdam … Komm Schatz, wir gehnnach Brandenburg


Im Babelsbergpark mit Blick auf die Glienicker >Agenten< Brücke ####

Unter der martialischen St. Michaelsfigur, hier wirkungsvoll von seinen Knappen flankiert, befindet sich folgende Steingravur: Zu Ehren der siegreichen Operations Armée am Rhein im Jahre 1849. Ja, französisch war damals unter Preussen noch sehr beliebt. Interessant – aus heutiger Sicht – auch die Wortwahl: militärische Operations. Wer wurde hier operiert und warum?

Das Michaelsdenkmal ist ein Geschenk Friedrich Wilhelm des IV. an seinen Bruder, den späteren Kaiser Wilhelm I.

Friedrich Wilhelm dankt ihm mit diesem Monument für das Niedermetzeln der revolutionären Truppen in Baden und der Pfalz 1848/49. Der Erzengel Michael muss herhalten als Bezwinger des Bösen, als Anführer der Himmlischen Heerscharen.

Einige der Freiheitskämpfer aus Baden und der Pfalz, die das Gemetzel überstanden oder sich ihm entziehen konnten, gingen in die Neue Welt, nach Amerika. Ubi libertas, ibi patria: Wo die Freiheit ist, dort ist mein Vaterland.

Und kämpften dort weiter als die FortyEighters für Demokratie und die Abschaffung der Sklaverei, wie Friedrich Hecker, Lorenz Brentano oder Carl Schurz.

Das danebenstehende Schloss erscheint wie eine zu Stein erstarrte historische Filmkulisse der Babelsberger Studios, alter Spukfilme oder wirkt wie eine Folie für Freizeitparks jeglicher Couleur. Das macht die frische Renovierung, ähnlicher Effekt wie in Berlin (siehe: Stadtschloss).

P.S. Heute thront ein frisch vergoldeter St. Michael auf der Spitze von Mont St. Michel, dem traumhaft gotischen Gesamtkunstwerk in den Gezeiten, das als Gefängnis und Verlies fast verfallen wäre … bevor der >Denkmalschutz< auf den Plan trat …

02/05/2022


im Voorlinden Museum, Den Haag ###

Letzte Vorbereitungen für die Spinoza Soiree im Mai 2022 im Sancta Clara Keller … Besuche zum wiederholten Male die letzte Wirkungsstätte von Bento de Spinoza in der Paviljoensgracht, wo ich im Gemeindezentrum einen Steinwurf entfernt Darpan kennenlerne, der den sephardisch-jüdischen Ketzer ebenfalls schätzt …

28/02/2022


Rosenmontag 2022, Köln ###


Zwei alte Männer spielen Pingpong vor einem Filmplakat, auf dem —— Kingkong das blonde Mädchen fest im Griff … Tief sitzt die Angst, behaarte Pranke, Hochhäuser stürzen, draussen zieht leis‘ im Dunkeln der Sankt Martinszug … Papierne Lämplein, Sterne funkeln … Bald kommt der Schnee, danach der Pflug … Matchball für den einen Alten … Er schlägt die Kugel mitten ins Gesicht … Blut spritzt, es ist ein Spiel … Ja, es ist rot … Rot, ja rot ist dein Gesicht, wie frisches Fleisch …

Ich such‘ den Mantel, ich such das Pferd, ich such‘ den Sattel von dem Pferd … Gemach, gemach, nur keine Eile … Die Polizei regelt und verteilt Verkehr … Wir können alle ruhig schlafen … Wir haben alles fest im Griff … Manche trifft es mit einem Schlag … Manche merken selbst das nicht …

07/08/2021


Bad Münstereifel, mit Mats 2021 ###

Nachts, wenn ich nicht schlafen kann, fange ich zu denken an …

Frage mich, wie pfeift das Schwein, sinniere über’s Vogelbein … Hat der Vogel denn ein Knie? Im Flug seh‘ ich es nie … Kann die ganze Nacht nicht poofen, nur der alte Kater schläft vor‘m Ofen … All‘ die Fragen plagen mich … Schuppt der Hering im Gesicht? Kann ein Esel rückwärts gehen? … Und die Katz‘ auf einer Pfote stehen? …

16/05/2017


In der Schirn Frankfurt am Main ###

Studienreise zu René Magritte, dabei Jaques Tati (Ceci n’est pas une pipe), der sich das ebenfalls nicht entgehen lassen wollte.

Aber auch eine Reminiszenz an die Punch Brothers, die ich auf den Ohren habe, und die ein Jahr später ein grandioses und seltenes Konzert in der BRD abliefern. Und wo? In meiner Heimatstadt im >Haus< in LU [das sich im Rhein-Neckar-Delta befindet], meinem damals täglich frequentierten Jugendzentrum, und in dem ich auch erste Auftritte als Bassist und Sänger mit Uli Wehrmann als >Die Mitbürger< absolvierte.

27/04/2017


Berlin. ###

Nein. nicht Hohenschönhausen, sondern das Berliner Westend, am Olympia-Stadion. Die Flure zu den Wohnungen heißen Straßen, hier die Nummer 8. Ich besichtige eine Ikone von Charles-Edouard Jeanneret, der sich Le Corbusier nannte. Die Wohnmaschine, la cité radieuse, hier in westdeutschem Baurecht zurechtgestutzt, und entworfen und gebaut, als ich auf die Welt kam – PAN AM flog da zum ersten Mal düsentechnisch über den Atlantik – wirkt insgesamt eigentümlich. In den Wohnungen soll es aber, vor allem bei denen, die quer über die gesamte Breite des Riegels verlaufen, ganz gemütlich sein. Und ich war als Kind begeistert von den Kräften des Atoms.

30/12/2016


Venezia Lido, Sommer 2009 ###

Jetzt schlafen die Gondeln, sind dick eingepackt … Und in den Sestieri läuft kaum ein Tourist … Die Kuppeln gepudert in rotgelbem Licht …

Du musst dich beeilen, sonst fährt die letzte Fähre ohne dich …

XXXXXXXX

Zurück